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28.11.2014

Der Punkt 12.2.1 wird wie folgt geändert:

12.2.1 Die Ventilatoren von DBA sind entweder direkt vom NS-Hauptverteiler oder von einem Nebenverteiler, der direkt vom NS-Hauptverteiler über eine vor mechanischer Beschädigung geschützte Leitung mit Funktionserhalt E90 angespeist wird und nur für die Aufteilung der eigenen Stromkreise für jeden einzelnen Ventilator der DBA dient, anzuspeisen. Diese Leitungen dieser Stromkreise sind ebenfalls mit Funktionserhalt E90 auszustatten

NS Hauptverteiler und allfällige Nebenverteiler (DBA-Verteiler) müssen in Räumen, die eigene Brandabschnitte sind, aufgestellt werden. In diesen Räumen dürfen außer E-Verteilerschränken und E-Installationen und lüftungstechnischen Anlagen keine sonstigen Brandlasten vorhanden sein.

24.1.2013

Anfrage: Darf in der Lüftungsleitung einer Druckbelüftungsanlage die E90 Energieversorgung des Ventilators verlaufen?

Antwort: Ja

Begründung:

In der TRVB S112 Ausgabe 2004 sind keine Bestimmungen hinsichtlich solcher Leitungsführung enthalten, weshalb eine Verlegung der Versorgungsleitungen von Ventilatoren von Druckbelüftungsanlagen in Luft-Leitungen durch diese TRVB auch nicht verboten ist.

In der derzeit gültigen Fassung der TRVB 125 S, Ausgabe 2010, "Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und Rauchableitungsanlagen" wird im Abschnitt 11.2.3 "Zusätzliche Anforderungen an die elektrotechnische Ausrüstung für mechanische RWA" im Unterpunkt 11.2.3.1 ausgeführt:

"11.2.3.1 Die Führung von elektrischen Leitungen mit oder ohne Funktionserhalt innerhalb der Luftleitungen für die mechanische RWA ist nicht zulässig. Abweichend davon darf die Versorgungsleitung zum systemeigenen Brand- gasventilator in den vertikalen Absaugschächten geführt werden."

Im Unterpunkt 11.2.3.2 der TRVB 125 S wird für die Versorgungsleitungen von Ventilatoren -wie grundsätzlich in der TRVB S 112 auch- generell ein Funktionserhalt von E90 gefordert.

Der oben zitierte Punkt 11.2.3.1 der TRVB 125 S Ausgabe 2010 kann somit analog zu diesem Stand der Technik auch auf die Leitungsführung von Ventilatoren von Druckbelüftungsanalgen angewendet werden, da es sich in beiden Fällen technisch um das Gleiche, nämlich die Förderung eines Rauchgas-Luft-Gemisches (z. B. bei Absauganlagen von BRA oder Abströmanlagen von DBA) oder nur von nicht kontaminierter Zuluft (bei Zuluftanalgen von BRA oder DBA) handelt, wobei die Energieversorgungsleitung des jeweiligen Ventilators im zugehörigen Förderschacht des zu fördernden Mediums verlegt werden kann.

 

16.10.2009

Manuelle Ansteuerung

Der TRVB-AK hat folgende authentische Interpretation der TRVB S 112 bei der Ausführung von manuellen Ansteuerungen von Druckbelüftungsanlagen beschlossen:

· Die Ausführung einer manuellen Übersteuerungsmöglichkeit der BMA durch Feuerwehrschalter bzw. Feuerwehrtableau ist fakultativ, nicht zwingend und mit der örtlichen Feuerwehr abzusprechen. Das Besprechungsergebnis ist bei Verzicht der Feuerwehr auf eine manuellen Übersteuerungsmöglichkeit zu dokumentieren (AV, der den Einreichunterlagen für den Abschlußbericht der DBA beigelegt und in diesem als Überprüfungsgrundlage explizit angeführt wird).

Falls eine manuelle Steuerung vorgesehen wird, ist sie so auszuführen, daß der Handschalter (mit den Stellungen „0“, „1“, „Automatik“ oder „AUS“, „EIN“, „Automatik“) alle für den betreffenden Abschnitt (Geschoß oder Brandabschnitt) erforderlichen Komponenten (also Ventilatoren + Rauchsteuer-klappen von Abzugsschächten oder Abströmfenster an 2 Gebäudefronten inklusive allfälliger Verschlüsse von Überströmöffnungen (Türen oder Klappen) innerhalb des betroffenen Abschnitts) mit diesem einen Handschalter ausgelöst werden. Das heißt, der Handschalter wirkt so, als hätte ein automatischer Brandmelder im betroffenen Abschnitt angesprochen. Es sind somit auch genau so viele Handschalter wie Abschnitte erforderlich.

Abschnitte sind gegenseitig derart zu verriegeln, daß die DBA erst dann in einem anderen Abschnitt aktiviert werden kann, wenn die Ansteuerung des bereits aktivierten Abschnitts rückgesetzt worden ist (Schalterstellung „0“ bzw. „AUS“).

Handschalter sind so zu sichern, daß sie nur durch hiezu berechtigte Personen bedient werden können (Schlüsselschalter, Freigabe des Bedientableaus durch Schlüssel, Magnetkarte oder Code, nur für Berechtigte zugänglicher Aufstellungsraum des Bedientableaus etc.)“